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Wohnungsaufbruch wegen Mini-Hund
Einem jungen Mann aus Pforzheim wurde jetzt gedroht, dass die Polizei seine Wohnung aufbrechen werde. Der Mann hatte vergessen, die Hundesteuer für seinen Pekinesen zu bezahlen. Daraufhin bekam er ein entsprechendes Schreiben, dass die Beamten den Hund aus der Wohnung gewaltsam abholen würden, falls der Besitzer nicht zu Hause sei. sb
Mann muss pinkeln - Polizei kommt mit Blaulicht
Ein nierenkranker Mann musste Sonntag Nacht in einer Hecke an der Pforzheimer Güterstraße dringend pinkeln. Zuvor stand er am Bahnhofs-WC vor verschlossener Tür. "Plötzlich ist ein Streifenwagen mit Blaulicht gekommen", berichtet der Mann aus Wildbad dem Stadtblatt. Er sei schwer nierenkrank, erklärte er dem Beamten. "Das ist mir egal", so der Polizist. Der Mann bekommt jetzt wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses" eine Strafe von 25 Euro. fit
Noch nie seit der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg waren so viele Pforzheimer arbeitslos wie in den letzten Jahren. Im Februar 2011 betrug die Quote in der "Ex-Goldstadt" 8,5 Prozent. Selbst in der anderen Problemstadt des Landes Baden-Württemberg Mannheim sind nur 7,3 Prozent ohne Arbeit. Besonders auffällig: Der Enzkreis ist das glatte Gegenteil - er liegt unter den besten Kreisen des Landes mit nur 3,3 Prozent Arbeitslosen. JW
Polizei verstößt gegen das Pressegesetz
Immer wieder verstößt die Pforzheimer Polizei gegen das Pressegesetz. Dort ist ganz klar geregelt, dass die Medien ein verbrieftes Auskunftsrecht gegenüber allen Behörden haben, wenn nicht sehr wichtige Gründe dagegen sprechen. Die hiesige Polizei sieht das nicht so "eng". Immer wieder werden unserer Redaktion wichtige Informationen für die Öffentlichkeit verweigert.
Daher haben wir uns schon vor Monaten mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde an die zuständige Landespolizeidirektion und das Innenministerium gewandt. Doch diese Stellen schützen ihre Pforzheimer Kollegen. Inzwischen hat unser Redakteur Jürgen Wiedmann den Petitionsausschuss des Landtags eingeschaltet. Dort werden die Verstöße schon seit längerer Zeit angeblich geprüft. Doch vor der Landtagswahl soll wohl das brisante Thema unter dem Teppich gehalten werden. fit
Enzdüker-Bau verschlingt gesamte Einnahmen
Die angeblich notwendige Sanierung der Pforzheimer Kanalisation entlang der Enz verschlingt mehr als die gesamten Einnahmen aus den Abwassergebühren der Pforzheimer Haushalte. Das Projekt "Enzdüker", das vor kurzem begonnen wurde, wird rund 26 Millionen Euro kosten. Die Einnahmen aus den Bürger-Gebühren (auch für das umstrittene Niederschlagswasser) betragen aber jährlich nur etwa 25 Millionen. Dies gab jetzt die Stadtverwaltung auf unsere Anfrage zu. Bei diesen Gebühren handelt es sich durchaus um steuerähnliche Abgaben, die die Bürger direkt belasten, ob als Mieter oder Immobilienbesitzer. Trotz der hohen Schuldenlast der Stadt sei das Vorhaben nicht aufschiebbar, so das Rathaus. Man spricht von "rechtlichen Vorgaben". fit
Hells Angels haben Pforzheim übernommen
Die Rocker- und Security-Truppe Hells Angels hätten nach dem Schlag der Polizei gegen ihre Konkurrenten United Tribuns endgültig die Macht in der Pforzheimer Türsteherszene übernommen. Andere, illegale "Geschäfte" schließt ein Insider gegenüber dem Stadtblatt nicht aus. Die Maschinenpistolenschüsse auf den Musikpark vor ein paar Wochen seien eine Warnung der Hells Angels an ihre Konkurrenz gewesen. "Die Tribuns existieren in Pforzheim quasi nicht mehr." Immer mehr entwickeln sich die Rocker zu einem "Staat im Staate", so Kenner der Szene. Sogar die Polizei verlasse sich auf die Höllenengel, um selbst nicht tätig werden zu müssen. Entsprechend würden die Rocker "mit Samthandschuhen" angefasst. Sie sollen auch zum "Security-Dienst" des Pforzheimer Oberzuhälters und mutmaßlichen Steuerhinterziehers "Prinz" Marcus Eberhardt gehören. sb
Die verrückte "Bertha-Benz"-Skulptur
"Was soll das sein - ein Schlitten?", fragte sich eine ältere Pforzheimerin auf dem Waisenhausplatz. Vor der Stadthalle steht seit einiger Zeit eine seltsame Skulptur. Sie soll - so der "Schöpfer" Rene Dantes - Bertha Benz in ihrem ersten Auto darstellen. Doch wo ist Bertha und wo das Auto? Hoffentlich muss sich die berühmte Pforzheimerin nicht in ihrem Grab umdrehen angesichts dieses komischen Kunstwerkes. Der "Dicke", die "Rassler", der "Seckel" - bei all diesen beliebten Skulpturen kann man erkennen, um was es geht. Doch bei "Bertha" gelingt dies nur wenigen Betrachtern. Zum Glück steht auf einer Tafel die Erklärung für das Phänomen. Nichts gegen qualitätvolle, richtig abstrakte Kunst im Stadtbild - die mag durchaus ihre Berechtigung haben. Aber der Schlitten ist weder Fisch noch Fleisch. Warum die Stadt diesen gut dotierten Auftrag ausgerechnet an Dantes vergeben hat, bleibt rätselhaft. perkeo

Kita-Kosten: Heilbronn top - Pforzheim ein Flop
Bei den Kita-Gebühren liegt Pforzheim auf Platz 83 unter 100 deutschen Großstädten und schneidet damit ziemlich schlecht ab. 1073 Euro kostete 2010 ein Platz pro Jahr. In Baden-Württemberg ist nur Reutlingen mit 1296 Euro teurer als Pforzheim. Heilbronn verlangte gar nichts, Karlsruhe 717 Euro und Stuttgart nur 561 Euro. Sogar in der Hauptstadt Berlin kostete ein Kita-Platz lediglich 365 Euro und in München 660 Euro. Somit ist Pforzheim im Städtevergleich auch ziemlich unattraktiv für Familien mit kleinen Kindern. Das ergab eine Studie des Magazins Stern. Auch bei der Zahl der Spielplätze liegt die Ex-Goldstadt weit hinten. fit
Stadt will "edle Bürger"
"Ja gibt's denn das?", fragt sich eine Pforzheimer Rechtsanwältin. Während einer Gemeinderatssitzung, bei der sie anwesend war, sei der Begriff "Bürgerveredelung" als Ziel der Stadtpolitik gefallen. Weg mit den vielen Ausländern, Arbeitslosen, Hartz-IV-Empfängern und Trainingshosenträgern in Pforze, die nur dem Image und dem Stadtsäckel schaden. Es sollen wieder mehr Wohlhabende in unsere schöne Nichtmehr-Goldstadt gezogen werden. Wo man allerdings die "edlen Bürger" finden und mit was man sie anlocken will, sei nicht besprochen worden, so die Juristin. "Sowas ähnliches hatten wir doch schon früher mal mit dem Begriff 'Arisierung'", sagt sie empört. Vielleicht sollte man ja erstmal die Müllgebühren, die Grundsteuer und die Strafzettelflut senken. Dann kommen vielleicht auch die neuen "edlen Bürger" vom Himmel gefallen. perkeo
Nazi Emil Strauß hat immer noch seine Straße in Pforzheim
Die Stadt lehnt weiterhin eine Umbenennung der Emil-Strauß-Straße in der Nordstadt ab. Der Schriftsteller und langjährige Ehrenbürger Pforzheims war früh schon ein bekennender Nazi. Er wurde sogar von Joseph Goebbels in die "Reichsschriftkammer" aufgenommen, der nur absolut linientreue Autoren angehören durften. Strauß sei ein übler Rassist gewesen, schrieb der Nobelpreisträger und ehemalige Freund Hermann Hesse später. "Es war nicht so, wie Sie es sehen, dass die Nazis sich ihn geholt hätten, er ging gute zehn Jahre vor 33 ganz aus eigenem Antrieb begeistert mit", schrieb Hesse damals. Die Stadt Freiburg, wo er später wohnte, entzog dem völkischen Schriftsteller bereits 1946 die Ehrenbürgerwürde. In Pforzheim war er zumindest bis zu seinem Tod 1960 Ehrenbürger. "Diese Ehre erlischt mit dem Tod automatisch", teilte uns die Stadt Pforzheim auf Anfrage mit. Auf dem Hauptfriedhof gibt es immer noch ein Ehrengrab für Strauß, das die Stadt pflegt.
Der eigentliche Skandal: Der Pforzheimer Gemeinderat lehnte vor kurzem fast geschlossen die Umbenennung der Emil-Strauß-Straße ab. Mit abstrusen Begründungen: "Die SPD ist strikt gegen eine Umbenennung. Man sieht wie die FDP und die Freien Wähler Strauß in erster Linie als Literaten und nicht als Parteimitglied der NSDAP. Er sei ohnehin nur ein Mitläufer, kein Täter gewesen, sagt CDU-Fraktions-Chef Florentin Goldmann." Dies schrieb die "Pforzheimer Zeitung". Die Grünen hatten den Antrag gestellt. fit
Mehr zu Emil Strauß (Diese Seite wurde inzwischen durch Unbekannte verändert)
Mutiger Pforzheimer Goldschmied von den Nazis ermordet
Emil Kühner, Goldschmied aus Niefern, arbeitete während des Zweiten Weltkrieges bei der Firma Kollmar und Jourdan in Pforzheim in der Bleichstraße. Dort wurden unter anderem feinmechanische Teile für die Rüstungsindustrie (Flakzünder) hergestellt. Emil Kühner gehörte keiner politischen Gruppierung an, war aber erklärter Gegner des Nationalsozialismus. Er wurde wegen Sabotage am 11. Juni 1942 verhaftet und wegen „Wehrmittelbeschädigung“ zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 13. Januar 1943 starb er im Zuchthaus in Butzbach (Hessen) "unter ungeklärten Umständen". Wahrscheinlich wurde er ermordet. Dieser mutige Mann wäre ein wirklich würdiger Nachfolger von Emil Strauß. Doch eine "Emil-Kühner-Straße" wird bisher vom Gemeinderat abgelehnt. (Quelle: www.pfenz.de)
Stadt: Videowand ist "zu hell"
Ein Pforzheimer Geschäftsmann wollte an der Seitenwand des Cineplex in der Zerrennerstraße eine Videowand installieren. Auf dem Großbildschirm sollen News und Werbung gezeigt werden. Doch die Stadtverwaltung versagte die Genehmigung. Begründung: Pforzheim sei nicht Amerika und der Bildschirm sei sowieso "zu hell". Inzwischen plane das Großversandhaus Klingel an der "Goethe-Galerie" etwas ähnliches. Das werde von der Stadt ohne Probleme genehmigt. Auch in der City stehen inzwischen viele Leuchtreklamen und große Leuchtsäulen herum und verschandeln das Stadtbild noch mehr. Verantwortlich dafür ist das City-Marketing der Stadt. fit
Auf Stern-Online wurden die ganzen Hintergründe des S-21-Projektes von Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) veröffentlicht. Der angesehene ehemalige Redakteur der renommierten "Stuttgarter Zeitung", Josef-Otto Freudenreich, hatte den gesamten Skandal ans Licht gebracht. Sein eigenes Blatt sei von der Regierung und der Wirtschaft zum Schweigen verdonnert worden. Schon seit vielen Jahren sei das Milliardenprojekt ein abgekartetes Spiel gewesen, ohne dass die Bevölkerung wahrheitsgemäß informiert worden war. Deshalb stieg der ehrliche Journalist aus und schrieb ein Buch über die Vorgänge. Der Titel: "Die Taschenspieler - verraten und verkauft in Deutschland". fit > Der ganze Artikel aus dem Stern



