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STADTBLATT PFORZHEIM

Leserbriefe + Ihre Meinung

Die Anwohner Initiative Nordstadt (AIN) hat jetzt eine Unterschriftenaktion gestartet, da OB Gert Hager und der Gemeinderat auf die bisherigen Forderungen nicht eingegangen sind. Listen zum Ausdrucken finden Sie hier >>>

Rechtslage: was darf man, was nicht in der Verkehrsberuhigten Zone?

Spielstraßen und geplanter Ausbau der Güterstraße

Bürgerverein: Forderungen an OB Hager und den Gemeinderat

In der selbst verursachten schlimmen Lage unserer Stadt können die Politiker es sich nicht mehr leisten, die Forderungen der Bürger weiterhin nicht ernst zu nehmen. In Zukunft wird es nicht ohne konkrete Bürgerbeteiligung gehen. Das sollten sich auch OB und Gemeinderat hinter die Ohren schreiben. Den Anfang hat der Bürgerverein AIN für die Nordstadt und für Pforzheim gemacht. Der Verein hat folgende offenen Briefe an unsere Politiker geschickt. OB Gert Hager hat dem AIN versprochen, sich der Forderungen anzunehmen. Der Verein arbeitet derzeit an einem umfassenden Maßnahmenkatalog für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.

Schlechte Verkehrssituation in der zentralen Nordstadt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Hager,

sicherlich ist auch Ihnen die missliche Lage in der zentralen Nordstadt bekannt.
Dort wurde vor vielen Jahren mit viel Aufwand eine an sich sinnvolle "verkehrsberuhigte Zone" (VBZ) eingerichtet.
Seither kam und kommt es es immer wieder zu zahlreichen Gefährdungen von spielenden Kindern und Fußgängern. Obwohl diese Zone laut Schild als Spielstraße gilt, kann niemand seine Kinder hier gefahrlos spielen lassen.
Doch leider ist sehr vielen Fahrern nicht bewußt, dass hier Schritttempo gilt.

Um künftig weitere Verstöße und Gefährdungen wirksam zu verhindern, fordert die AIN schon seit Jahren mit Hunderten von Anwohnerunterschriften, die vor längerem an die Stadt Pforzheim gingen:

1. Das deutliche Hinweisen auf das vorgeschriebene Schritttempo mit ausreichend großen Zusatzschildern unter jedem der blau-weißen Schilder: "Achtung Schritttempo - 7 Kmh"
Dies wurde in vielen anderen Gemeinden bereits realisiert, z.B. in Calw oder in Enzberg.

2. Konsequente Kontrollen, möglichst mit (stationären) Blitzern.

3. Die Ausweitung der VBZ auf die Zwischenabschnitte (z.B. in der Salierstraße), die jetzt die VBZ sinnlos unterbrechen.

4. Möglichst die Ausweitung der VBZ auf weitere Bereiche der zentralen Nordstadt, um den störenden Durchgangsverkehr zu bremsen und eine bessere Spiel- und Aufenthaltsqualität zu erreichen und Gefährdungen zu minimieren.

5. An der Einmündung der Ebersteinstraße in die Güterstraße endlich einen Zebrastreifen mit Warnlicht bzw. Fußgängerampel zum Drücken. Auch hier wird der starke Fußgängerverkehr in die Innenstadt immer wieder durch die unübersichtliche Kurve und schnell fahrende Autos gefährdet bzw. behindert.

6. Dasselbe am Busbahnhof Nord am Übergang zur Bahn.

Alle diese Maßnahmen wären sehr wichtig und wirksam für die Wohnqualität in der bekanntlich problematischen zentralen Nordstadt, um auch eine Getto-Bildung zu verhindern.
Diese Maßnahmen sind relativ preisgünstig und können kurzfristig realisiert werden.
Die AIN und die durch sie vertretenen Bürger wünschen sich eine zeitnahe, baldmöglichste Realisierung in der Reihenfolge der obigen Prioritätenpunkte.

Herzlichen Dank und freundliche Grüße,

Bürgerverein Anwohner Initiative Nordstadt und Pforzheim

Betr. Protest gegen "Querspange Güterstraße"

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Hager,
sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates,

wir schreiben Ihnen aus Sorge wegen des von Teilen des Gemeinderates beantragten Ausbaus der Güterstraße zur "schnellen" Durchgangsstraße in der Nordstadt. Wir und viele Bürgerinnen und Bürger lehnen dieses Ansinnen von Grund auf ab.

Falls dieser Antrag weiterhin in den Verkehrsentwicklungsplan aufgenommen wird bzw. werden soll, werden wir dieses unsinnige und schädliche Projekt mit allen Mitteln bekämpfen.

Diese "Querspange" als Fortsetzung der bereits vierspurigen Unteren Wilferdinger Straße würde die bereits sehr durch den Durchgangsverkehr belastete Nordstadt noch weiter unattraktiv machen für Anwohner und Geschäftleute. Wir erwarten im Falle einer Realisierung auch in den Querstraßen ein erheblich gesteigertes Verkehrsaufkommen, was unsere Wohnquartiere und die Wohnqualität weiter beschädigen würde mit sehr ernsthaften finanziellen Folgen für die Hausbesitzer und die Geschäftsleute.

Eine nähere Erläuterung durch unabhängige Fachleute geht Ihnen in der nächsten Zeit zu. Ebenso ist eine große Unterschriftensammlung und Petition geplant.

Wir bitten Sie daher gütlich, von diesen Planungen endgültig Abstand zu nehmen, um den konsequenten Rechtsweg zu vermeiden.
Wir erwarten Ihre zeitnahe Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
Bürgerverein Anwohner Initiative Nordstadt und Pforzheim

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