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Superreiche und Arme ohne Ofen
Was für eine Schande für die angebliche "Goldstadt": In der maroden Siedlung im "unteren Enztal" leben die Ärmsten der Armen. Seit Jahrzehnten unter menschenunwürdigen Zuständen. Alte, Kranke, Obdachlose. Ohne Öfen oder Heizung, ohne richtige sanitäre Anlagen. Und das schon, als es Pforzheim noch gut ging, als es noch die Stadt mit den meisten Millionären war.
Und auch heute noch gibt es hier die "Global Players", wie etwa Klingel oder Bader. Doch diesen reichen Familien war ihre Heimatstadt nie viel wert. Das Wort soziale Verantwortung kennen die Kohms und Baders nur vom Hörensagen. Für Pforzheim hatten sie nie viel übrig. Große Bürger- bzw. Unternehmensstiftungen wie in anderen Städten? In der "Ex-Goldstadt" Fehlanzeige. Dabei sind die Versandhaus-Mogule so reich, dass ihnen das Geld zu den Ohren heraus kommt. Oder weiter unten. Dem Stadtblatt ist durch einen Insider bekannt, dass die Klingel-Besitzer Kohm zum Beispiel in den USA riesige Ländereien besitzen sollen. "Man braucht Tage, um darum rum zu fahren", so der Insider. Auch der Familie Bader gehören u.a. prächtige Villen in der Schweiz. Doch statt dass sich die Superreichen der jetzigen (hausgemachten) Notlage Pforzheims erbarmen und großzügig spenden würden, bekommen sie dagegen noch Unterstützung vom Rathaus. Siehe den "Bierkönig" Scheidtweiler, der zusammen mit den Klingel-Kohms das gewinnträchtige Parkhotel neben die Stadthalle klotzen durfte. JW



