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Das Pleite-Bad ist vorerst wieder offen

Eine der beliebtesten Erholungs- und Freizeitstätten der Pforzheimer soll wegen der Sparmaßnahmen ebenfalls geschlossen werden. Eine Initiative gründete sich und versucht das Wartbergfreibad zu retten. Darin sind sich Oliver Erdmann und Marc Budwitz als Wortführer der Initiative einig: „Man muss den Bürgern ganz klar sagen, dass die Zeiten vorbei sind, als sie sich in die Hängematte legen konnten - das Gemeinwesen ist kein Selbstbedienungsladen mehr.“ Das passt natürlich ganz zum offiziellen Sparkurs des Rathauses.

Die Bürger, die sich für den Erhalt ihres Bades einsetzen, sollen dessen Defizit – im laufenden Betrieb laut Stadt rund 450.000 Euro – deutlich verringern helfen. „Auf die Hälfte“, sagte Bürgermeister Heidt mit Blick auf die Folgejahre. Für dieses Jahr (2010) sei das kaum zu schaffen, räumte er ein. Aktuell sei ein starkes Signal gefragt. Erdmann und Budwitz gehen von einer Summe von 80.000 Euro aus, die in diesem Jahr übers Bürger-Engagement zu erbringen wäre, um das Bad zu retten und es zumindest im Hochsommer zu öffnen. Mal sehen, für wie lange.

Kritiker dagegen meinen ironisch: "Warum nicht gleich ein 'ALG 2 Bad' daraus machen! ALG 2 Empfänger betreiben es, und die wo Arbeit haben dürfen es benutzen. Wie weit wäre es schon gekommen, wenn das Realität wird. Gott sei Dank leben wir nicht mehr im Mittelalter.Wenn die Stadt nicht mehr in der Lage ist, das Bad zu finanzieren, soll sie es verkaufen und nicht meinen, sie könnte es den Bürgern überlassen." Eine andere Stimme schrieb in einem Leserbrief: "Ich habe das Minus des Bades eigentlich von jeher in den zu groß ausgedehnten Liegeanlagen gesehen. Die Besiedelung mit einem Campingplatz (das plante die Initiative), könnte man sich gut vorstellen. Wichtig dabei wäre natürlich, dass das eigentliche Bad und Schwimmniveau erhalten bliebe. Ein anderer Pforzheimer hält einen Campingplatz auf dem Freibad-Gelände für unpassend: "Das ist eben das, was ich mir nicht vorstellen kann." JW

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