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Wikipedia und Google zensieren doch
Nicht nur einzelne angebliche "Verschwörungstheoretiker" oder Paranoiker kritisieren inzwischen und seit längerem Wikipedia massiv. Sogar das "seriöse" Heise-Portal lässt (noch recht zahm) die Kritiker und Opfer der angeblich "freien" Enzyklopädie zu Wort kommen. Nicht nur Zensur herrscht dort, sondern auch massiver Einfluss durch die Wirtschaft. Eines der extremsten Beispiele aus Wikipedia: Ein Artikel über das angeblich hochsichere Atomkraftwerk Biblis wurde vom Atomkonzern RWE selbst geschrieben. Ein Kritiker: "Auf Wikipedia werden nicht nur Artikel gelöscht, weil sie irrelevant sind, sondern immer häufiger weil sie nicht ins Weltbild einiger übereifriger Admins passen. Dazu kommen inhaltliche Verfälschungen, die politisch motiviert sind."

"Spione" des Internet-Riesen Google filmen auch bei uns Häuser und Personen
Augenscheinlich ist es noch heftiger bei Google. Die Suchmaschine scheint unter starkem Druck durch "offizielle" Zensoren zu stehen. Ein Beispiel: Gibt man "Nazis Pforzheim" ein, spuckt Google unzählige Seiten aus. Auf fast jeder dieser Google-Seiten wurden inzwischen mehrere Links zum Thema gelöscht. Begründung: "Aus Rechtsgründen hat Google X Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über diese Rechtsgründe finden Sie unter ChillingEffects.org". Diesem Link kann man dann entnehmen: "Ihre Suche hatte in den Suchergebnissen einen Treffer generiert, den wir Ihnen nicht anzeigen, da uns von einer zuständigen Stelle in Deutschland mitgeteilt wurde, dass die entsprechende URL unrechtmäßig ist."
Wenn das schon nicht alles sagt, kann man über die ganzen Hintergründe dieser offensichtlichen und massiven Google-Zensur nur noch mutmaßen. Und das ist nicht mehr lustig. Wer noch Augen hat zu sehen und Ohren zu hören ... googelt nicht mehr. Um die freie Informationsverbreitung steht es nicht gut.
Aus http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kritik-und-Unterstuetzung-fuer-Wikipedia-168105.html:
Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia polarisiert: Längst ist die Zeit vorbei, in der die Wikipedia als unangefochtener Hort des Weltwissens galt; gerade die Entscheidungsstruktur innerhalb der Wikipedia ist immer wieder heftigen Attacken ausgesetzt. So sorgte in der vergangene Woche eine vermeintliche Löschungswelle bei Artikeln über Linux-Distributionen für Unmut in der deutschen Linux-Gemeinde. Noch unwirscher reagiert das deutsche Städteportal eins.de "Willkürliche Zensur und grenzenlose Selbstherrlichkeit" wirft Geschäftsführer Dirk Lehmann der freien Online-Community vor, weil ein Artikel zu dem Unternehmen aus der Online-Enzyklopädie entfernt wurde. Diese Löschung hat nach Ansicht des Unternehmers bemerkenswert große Relevanz: "Wikipedia hüllt sich gerne in das Deckmäntelchen der Unabhängigkeit und der Objektivität ein und verweist bei Nachfragen auf die Selbstkontrolle durch die Nutzer. Dabei wird die beinahe übermächtige Rolle der internen Wikipedia-Macher als oberste Zensurstelle verschwiegen oder zumindest verharmlost", beschwehrt sich das Unternehmen in einer Mitteilung zur Löschung der eigenen Selbstdarstellung in Wikipedia.
Eine interessante Linksammlung zum Thema Kritik an Wikipedia:
http://www.christian-von-kamp.de/literatur/wikipedia-kritik/kritik-wikipedia.htm
http://www.projektwerkstatt.de/hoppetosse/hierarchNIE/beispiele/wikipedia.html
oder einfach mal yahooen (ja, das gibts noch) - dort finden sich viele Seiten zur Wikipedia-Kritik.
Außerdem wurden auf Yahoo.de keine Links zum Thema "Nazis Pforzheim" gelöscht. JW


