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Extreme Probleme mit der Jugend
Aktive junge Menschen werden gemobbt und kriminalisiert
Die Probleme mit Jugendlichen in Pforzheim nehmen immer weiter zu. Extrem hohe Arbeitslosigkeit, keine Perspektive, zu wenig sinnvolle Freizeitangebote. Radikalismus und Drogensucht sind da vorprogrammiert. Die Behörden scheinen macht- und ahnungslos zu sein. Polizisten in Schulen sind sicher der falsche Weg, aber ernsthaft so geplant. Kleine "Präventionsprojekte" sind nur der Tropfen auf den heißen Stein. Den Verantwortlichen scheint es egal zu sein, was sie mit ihrer überwiegenden Untätigkeit anrichten in unserer Stadt.
Der Ausländeranteil in Pforzheim ist hoch, in Stadtteilen wie Nord- oder Oststadt inzwischen überwiegend. Trotzdem finden keine wirklich wirksamen Integrationsmaßnahmen statt. Es gibt zu wenig große Bürger- und Jugendzentren wie in anderen Städten, wo sich die verschiedenen Nationen friedlich treffen könnten. Ein Leser zum Stadtblatt: "Ich habe Ihre Zeitung immer gerne gelesen, weil da drin steht, was wirklich Sache ist in Pforzheim. Ich bin selbst Türke, muss aber sagen, dass die Ausländerpolitik miserabel ist. Vor allem bei den Jugendlichen. Ich war selbst früher im Jugendtreff Nordstadt, bis er wegen Drogen und Alkohol zu gemacht wurde. Ähnlich ist es im Haus der Jugend." Vor diesem Hintergrund forderte die CDU im Gemeinderat unter dem reichen Unternehmer Florentin Goldmann, die Sozialausgaben zu begrenzen. Der SPD-OB Gert Hager musste sich dem Willen der CDU beugen, um die Ablehnung des städtischen Haushalts zu vermeiden.
Aktive Pforzheimer Jugendliche, die sich auch gegen die Nazis in unserer Stadt wehren wollen, werden immer wieder kriminalisiert, öffentlich gemobbt und mundtot gemacht. Geschehen zum Beispiel gegen eine junge Antifaschistengruppe. Das wäre beinahe in die Hose gegangen: Ein Musik-Verlag, der auch neonazistische Bands vertreibt, wollte bei einem Konzert im Kupferdächle tätig werden. Die Verantwortlichen des Jugendzentrums merkten nichts. Die Gruppe "Alerta", die den drohenden Skandal aufgedeckt hatte, wurde quasi der Lüge bezichtigt. Ein öffentliches Mobbing gegen deren Vorsitzenden begann. Ein geplantes Konzert von "Alerta" gegen die Pforzheimer Naziszene wurde sowohl vom Kupferdächle als auch vom Haus der Jugend untersagt. Die Stadt hatte den Zentren gedroht, falls sie das Konzert zulassen sollten. Erst als sich der kleine "Pforzheimer Kurier" der Sache annahm, ruderte das Kupferdächle zurück und lud den Nazi-Musikverlag wieder aus. Man habe von nichts gewusst und erst aus "der Presse" davon erfahren. JW
Die Jugendgruppe "Alerta" zu dem Vorgang:
"Nachdem wir aufgedeckt hatten, dass bei dem Metalkonzert im Kupferdächle das auch Nazibands vertreibende Label „Undercover Records“ einen Verkaufsstand machen sollte, behauptete Daniela Kreiner vom Kupferdächle folgendes: „Alerta“ wolle „bloß gegen das Kupferdächle hetzen“. Ebenso berief sie sich auf die Zusicherung des Konzertveranstalters „Oldschool as fuck“, dass dieses Label keine neonazistische Musik vertreibe. Einige Tage später verbot das Kupferdächle den Verkaufsstand, da sich die Informationen von „Oldschool as fuck“ als falsch herausgestellt hatten. Trotzdem hat sich das Kupferdächle bis heute nicht öffentlich zu „Oldschool as fuck“ geäußert, die die Falschinformationen geliefert hatten. Die jahrelange Praxis des vorauseilenden Gehorsams der öffentlichen Jugendeinrichtungen gegenüber der repressiven städtischen Politik hat einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht." > mehr…




