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Große Probleme mit der Telekom

Miserabler Service, ewige Wartezeiten und vieles mehr: Die deutsche Telekom scheint ihrer Pleite entgegen zu rutschen. Immer mehr Kunden kündigen ihre Anschlüsse. Zumal Konkurrenzfirmen oft billiger sind und bessere Leistungen bieten. Die Pforzheimer Mitarbeiterin eines Call-Centers, die Kunden für die frühere Post-Firma werben soll, stöhnt: "Ich muss mir täglich eine große Menge Beschwerden anhören - das ist gar nicht lustig." Die meisten ehemaligen Telekom-Kunden seien höchst unzufrieden mit dem Unternehmen - mieser Service, ewige Wartezeiten auf Geräte, inkompetente Beratung durch externe Call Center. "Wir dürfen am Telefon nicht sagen, dass wir ein Call Center sind", so die Mitarbeiterin. Sonst würden die meisten der Angerufenen sofort wieder auflegen. Warum die Firma immer wieder positive Testberichte bekommt, fragt sich die Dame aus dem Call Center: "Ich weiß nicht, wer dafür bezahlt wird." Viele der angeblichen Servicekräfte der Telekom scheinen aus Ostdeutschland zu stammen. Dort sind Dumpinglöhne von ca. 8 Euro pro Stunde die Regel.

Wir haben selbst den Test gemacht: Nach etlichen vergeblichen Versuchen, bei denen wir aus der Leitung geflogen sind, bekamen wir endlich eine Ticketnummer für unsere Störungsmeldung. Danach passierte stundenlang gar nichts. Nach erneutem ca. einstündigem Versuch bei der Hotline bekamen wir die Auskunft, dass unser Anschluss gestört sei und innerhalb von 24 Stunden ein Techniker vorbeikommen werde. Dies geschah nicht. Stattdessen erhielten wir eine SMS mit der Mitteilung, unser Anschluss sei doch nicht gestört. Aber die Telefon-Störung bestand weiter.

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Redakteur Jürgen Wiedmann: "Warum ich Journalist bin"