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Kritischer TV-Bericht über Pforzheim
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Kritischer TV-Bericht empört Politiker
Viele Leser geben der ARD-Reportage über Pforzheim recht
Die Sendung ist hier im Internet anzusehen >>>

Ist der uralte "Goldbus" noch das einzige was in Pforzheim glänzt?
Ganz entsetzt waren OB Gert Hager und die Bundestagsabgeordnete Katja Mast (beide SPD) sowie die "Pforzheimer Zeitung": Die ARD hatte "gewagt", in einem Fernsehbericht über das rathausgemachte Derivate-Debakel zu berichten. In dem bundesweit ausgestrahlten Bericht wurden auch einige "üble Ecken" von Pforzheim gezeigt, um dem Publikum verständlich zu machen, wie Pleite die "Ex-Goldstadt" ist. Aber schließlich glauben einige immer noch, dass Pforzheim die schönste Stadt der Welt sei. Da hat Selbstkritik natürlich nichts zu suchen. Dass jetzt aber auch noch die freie kritische bundesweite Presse angegriffen wird, ist typisch für die Haltung der hiesigen Politiker zur Pressefreiheit. Man steckt lieber den Kopf in den Sand, statt sich die berechtigte Kritik hinter die Ohren zu schreiben. Das gilt auch für die Stadträte.
Wie dem Stadtblatt jetzt aus der ARD-PlusMinus-Redaktion mitgeteilt wurde, sei man weiter an dem "Fall Pforzheim" sehr interessiert. "Wir bleiben an dem Thema gerne dran. Die massiven Reaktionen aus Pforzheim sind bei der Kassenlage schon erstaunlich", so der Redaktionschef Dr. Holger Ohmstedt zum Stadtblatt. Jetzt erst recht - Das ist die richtige Antwort von aufrechten Journalisten, die durch unverständige und arrogante Politiker eher noch provoziert werden. Um künftige Kritik zu vermeiden, ist dieser "seckelige" Umgang mit der freien Presse der völlig falsche Weg. Die ARD-Verantwortlichen weiter: „Schöne Ecken von Pforzheim zu zeigen, war nicht Aufgabe der Sendung. Im Zusammenhang mit den Spekulationsgeschäften wird eine solche Darstellung benachteiligten Menschen in dieser Stadt nicht gerecht“.
„Wie im Kosovo“ habe ihre Heimatstadt ausgesehen, fanden angeblich Leser der "PZ". Der Fernsehbeitrag der ARD zeigte Pforzheim als verfallende Pleite-Kommune, was sie ja auch ist. "Ein weit überzeichnetes Negativ-Bild von Pforzheim sei da ausgestrahlt worden", schrieb die "PZ", die gerne andere, professionellere Kollegen kritisiert aber nicht die Zustände in Pforzheim. Die "PZ" sammelt nun peinlicherweise Bilder ihrer Leser, die andere, schönere Seiten Pforzheims zeigen sollen: "Einsendungen bitte per E-Mail an stadt@pz-news.de", fordert die Zeitung. Mit der Adresse verrät die "PZ" mal wieder (wohl ungewollt) ihre Nähe zur Stadtverwaltung.
Vielleicht sollte die "große Heimatzeitung" lieber die vielen Kommentare der Leser veröffentlichen:
"Das ist das Ergebnis unserer Stadtväter seit Jahrzehnten. Die haben auch nur auf ihren eigenen Geldbeutel geschaut. Normal müssten die die Zeche auch bezahlen, vor allem Frau Augenstein. Aber die Politiker können doch machen was sie wollen. Armes Pforzheim und armes Deutschland."
"Goldstadt - das war einmal. Heute? Schaut den ARD-Bericht an. Recht hat er. Pforzheim ist ein verwahrlostes Kaff."
"Was soll die PZ denn zeigen? Dass Pforzheim voller NAZIS ist? Das wäre doch die Wahrheit."
"Ich habe die Sendung nicht gesehen. Aber so wie im Bericht beschrieben, wirkt diese Stadt auf Außenstehende. Verwahrlost, dreckig, ohne Perspektive. Und dazu brauche ich keine Bilder von der Oststadt. Unsere Innenstadt rund um den Leo spricht Bände. Billigläden, Billigfriseure, Billigbäcker. Billig, billig, billig. In dieser Stadt ist alles nur noch billig. Pforzheim war ein mal ein nettes Städtchen. Zwar mit überkandidelten Einwohnern aber lebenswert. Heute will hier jeder eigentlich nur noch raus. Außer dem ganzen Gesocks, das sich hier massenhaft vermehrt hat. Und unsere "Stadtoberen" schauen von ihren Promihügeln zu und vermitteln mehr und mehr den Eindruck, den letzten Schuß nicht gehört zu haben. Und die PZ ist das Sprachrohr unserer "Stadtoberen".
"Ich muss leider meinen Vorrednern recht geben. Ich kenne wohl keine Stadt, welche unattraktiver ist als Pforzheim. Selbst die Fußgängerzone ist Samstagsmittags ausgestorben - fährt man nach KA/S/MA/HD, das sind Welten. Discos/Bars halten sich zum Teil nicht länger als ein halbes Jahr. Sonstige Freizeitgestaltung? Gefühlte 480 Zockerhöhlen und ein paar Fitnessstudios - das war's. Wäre ich beruflich nicht an Pforzheim gebunden, würde ich sofort die Koffer packen..."
"Das ist ja lachhaft!! Wann beginnen unsere "Stadtoberen" endlich, der Realität ins Auge zu blicken??? Und was haben ein Goldbus, ein Goldporsche und Events für wenige Reiche in unserer Stadt mit unserer allgemeinen Wirklichkeit in Pforzheim zu tun? Das ist doch völlig abgehoben! Das heisst auf gut deutsch: wirklichkeitsfremd oder "groddefalscher saich"! "
"Ich meine die Stadtoberen und andere die sich über den Fernsehbericht aufregen sollten einmal mit einem Pforzheimfremden durch die Stadt gehen und sich erzählen lassen, was der sieht. Und dabei auf bewusste Hinweise auf die wenigen schönen Stellen Pforzheims verzichten."
"Pforzheim ist ja nicht potthässlich, aber man muss nicht weit gehen um hässliche Stellen zu finden."
"Abhilfe schaffen - statt Beschwerden."
"Also in China würde man auch an der Presse rumkritteln anstatt am Problem ...."
"Ich meine es wäre einfach günstiger das Rathaus zu schliessen und die gesamte Verwaltung in Expertenhände out zu sourcen."
"Ich bin seit fünf Jahren nicht mehr in Pforzheim gewesen, wenn dann Wilferdinger Höhe... Als ich am Samstag mit dem Motorrad durchgefahren bin, ist mir erstmal aufgefallen, was es für eine hässliche Stadt, mit tausenden Assel-Ecken ist... Vielleicht muss man erst Abstand bekommen um das zu begreifen. Sie hätten in der KF drehen können, in der Westlichen, in der Bleichstrasse, in der Calwer Strasse, unterhalb Wasserturm.... egal... Südstadt, Weststadt, Nordstadt, Oststadt, alles dreckig, kaputt und einfach asi...."
"Gerne kann ich auch ein paar Bilder beisteuern von den 1000 Bussen die sich
sich täglich durch die Fußgängerzone wälzen - wirklich beispiellos."
"Meine Rede - egal ob von Osten oder Westen ... Aber die Stadtoberen kommen mir auch langsam vor wie kleine beleidigte Kinder. Anstatt am Problem etwas zu ändern wird an denen rumgemäkelt, die mit dem Finger drauf zeigen. Echt lachhaft, vielleicht wird ja Pforzheim wirklich bald wieder Thema beim NDR - in einer Satire."
"Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Selbst wenn man nichts oder kaum was dran ändern kann, sollte man zumindest ehrlich sein. Aber da sind wir beim Stichwort! - ehrlich."
"Die Verursacher sind empört! Es ist die Verwaltung Pforzheims, die die heutige Situation herbeigeführt hat, die vergangene wie auch die präsente.
Die Stadträte sind Hobbypolitiker, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben.
Die Stadträte sollten mal bedenken "Bilder lügen nicht" und sind mit dem gewohnten blabla nicht zu widerlegen.
Die Realität in PF ist schlimmer als vom NDR angedeutet.... und getroffene Hunde jaulen."
" Durch gute und kluge Politik das eingetretene Desaster zu verhindern wäre stattdessen die Devise. Doch wohl alles zu spät."
fit